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Gekündigt? Diese 5 Fehler zerstören Deine Chancen
Eine Kündigung trifft fast niemanden kalt. Der erste Gedanke ist oft Panik oder Wut. Schnell unterschreiben. Still bleiben. Laut werden. Doch genau diese ersten Reaktionen schaden häufig mehr, als sie helfen. Nicht, weil Du etwas falsch machen willst, sondern weil Dir niemand sagt, worauf es jetzt wirklich ankommt.
Fehler 1: Firmenunterlagen mitnehmen
Du hast jahrelang an Projekten gearbeitet und denkst, die Unterlagen dürften bei dir bleiben. Das ist ein Irrtum. Firmenunterlagen, Kundendaten und Dateien gehören dem Arbeitgeber. Wer sie ohne Erlaubnis mitnimmt oder kopiert, riskiert eine fristlose Kündigung und weitere rechtliche Schritte. Auch digitale Kopien sind tabu.
Fehler 2: Die Arbeitssuchendmeldung vergessen
Sobald dir bekannt ist, dass dein Arbeitsverhältnis endet, musst du dich arbeitssuchend melden. Dafür hast du drei Tage Zeit. Bei längeren Kündigungsfristen gilt: spätestens drei Monate vor dem letzten Arbeitstag melden. Wer diese Frist versäumt, riskiert eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld von mindestens einer Woche.
Fehler 3: Über den Arbeitgeber in sozialen Netzwerken posten
Ein wütender Post mag im ersten Moment befreiend wirken. Rechtlich kann er teuer werden. Beleidigende oder rufschädigende Aussagen über den Arbeitgeber können eine weitere fristlose Kündigung rechtfertigen oder eine Unterlassungsklage nach sich ziehen. Was du online schreibst, ist öffentlich und bleibt abrufbar. Auch dein Arbeitgeber liest mit.
Fehler 4: Die erste Abfindung sofort akzeptieren
Dein Arbeitgeber bietet dir eine Abfindung an. Das ist ein Anfang, aber selten das beste Angebot. Abfindungen sind Verhandlungssache. Als grobe Orientierung gilt oft ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Das ist kein gesetzlicher Anspruch, sondern lediglich ein Richtwert für Verhandlungen. Wer sofort unterschreibt, verschenkt oft Geld.
Fehler 5: Das Arbeitszeugnis nicht im Blick behalten
Du hast Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis nach § 109 GewO. Viele kümmern sich zu spät darum oder lesen es nur oberflächlich. Dabei steckt in der Zeugnissprache viel mehr, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Harmlos klingende Formulierungen können in Wirklichkeit schlechte Bewertungen sein. Lass dein Zeugnis prüfen, bevor du es verwendest.
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